copyright by Gerlinde F. Bauer, Oberviechtach

Jakobikirche in Fuchsberg

Die kleine Kapelle

 

Die kleine Kapelle amWegesrand,

erschaffen vonkräftiger Menschenhand,

ist stets gefüllt vomHeiligen Geist,

steht immer offen undfür mich bereit.

 

Hier hab ich somanches Gebet gesprochen,

zu Heilung und Trost,wenn mein Herz war gebrochen.

Hier habe ich immerRuhe verspürt,

darum mein Weg michoft hierher geführt.

 

Die Kapelle ist aussteinernen Mauern,

man spürt, dass keineGefahren lauern,

so  steht sie da, wie für mich gebaut,

Gott ist mir hierunendlich vertraut!


geschrieben 2008


aufgenommen in Piombino

Schicksal

 

Zerklüftete Felsen
dickeNebelschleier
dichterprasselnder Regen


Schäumende Brandung
wildes Spiel der Wellen
aufgepeitscht durch den Sturm


Einsames Mädchen
mit Tränen verhangenem Blick
suchend das Nichts am Horizont
 
Einsamer Mann
stehend an der Reling
das Schiff kurz vor dem Kentern   


Einsame Sehnsucht
zweier hoffnungsloser Seelen
im Leben unerfüllbar  

Das Schiff bricht entzwei
das dunkle Kälte der schwarzen See ruft
verloren sind die einsamen Kämpfer


Das Mädchen am Strand
hält fest ihr blutendes Herz
den Dolch noch in der Hand
 

Im Leben von einander getrennt
im Tode wieder vereint
das Schicksal hat es so gewollt

 



aufgenommen auf der Insel Mainau
Müsste denn ein Grab ich wählen
heut' sofort für allemal
ein Beet aus Rosenblüten würd' ich nehmen
ich hätte keine Qual der Wahl

Legt mich herab zur Erde
auf die Blüten farbenfroh
eins ich mit diesen werde
das Antlitz lächelt so

Der Duft der Blätter mich betörend
würde wecken jeden Totenschlaf
lebend möchte ich mich wälzen
spielen mit den Rosen im Gras

Denn auch wenn Rosen Dornen haben
und verletzen leicht des Menschen Seele
möchte ich doch in ihrem Dufte baden
weil es nichts schöneres gäbe


aufgenommen 2008 nahe bei Tuttlingen

Auf der Suche nachmir

 

Auf der Suche nach mir,

bin ich so manchen Weg gegangen.

Hin und her, vorwärts, seitwärts

und auch sehr oft rückwärts.

 

Auf der Suche nach mir,

bin ich sehr oft stehen geblieben.

Manchmal freiwillig,

noch öfters aber gezwungenermaßen.

 

Auf der Suche nach mir,

sind mir viele Menschen begegnet.

Vielen davon, waren auch Menschen,

andere nannten sich nur so.

 

Auf der Suche nach mir,

habe ich mich öfters verloren.

Verloren in verwirrten Gefühlen

und hoffnungslosen Sehnsüchten.

 

Auf der Suche nach mir,

bin ich letztendlich ans Ziel gelangt.

Weil ich trotz aller Umwege und Missstände,

immer daran geglaubt habe.